Chronik

 

ein paar Takte aus vergangenen Tagen...

 

...bereits 1921 wurde in Mariahof fleißig musiziert.

 

Auf einem Foto aus dem Jahre 1921 sind bereits 15 Musiker abgebildet; man kann daher annehmen, dass schon einige Zeit davor musiziert wurde.

 

Mathias Pucher arbeitete damals am „Pittern-Hof“, dann beim „Zirtschner“ in Adendorf und auch beim „Hörmann“ in Steinberg. Er besaß ein eigenes Flügelhorn und suchte sich ein paar musizierfreudige Kameraden. Die Instrumente wurden von jedem Musikanten selbst besorgt oder auch von Bekannten ausgeliehen. Da die Komponisten mit ihren Noten selbst hausieren gingen, wurden die Noten einfach abgeschrieben. Jeder Musiker musste seine Stimme selbst schreiben. 

 

1924 übernahm Herr Johann Köck, vlg. „Lackner“, die Musikgruppe und gründete offiziell die „MUSIKKAPELLE MARIAHOF“.  Als damaliger Obmann fungierte Herr August Seidl, „vlg. Finster“. Herr Johann Köck lernte beim Kapellmeister der Musikkapelle Neumarkt, Herrn Franz Temel, Klarinette. Dort musizierte er auch, bis er in Mariahof selbst als Kapellmeister die Führung übernahm.

 

Gründungsfoto 1924: stehend v. links: Johann Windberger, Albin Krall, Mathias Meier, Anton Gintersberger, Josef Seitlinger, Florian Plank, Georg Würger. Sitzend v. links: Hans Prettner, Franz Stuhlpfarrer, Severin Pichler, Christian Eugen, Johann Köck, Hans Plank, Fritz Dullnig, Johann Kerschbaumer.
Liegend: Josef Plank, Josef Wiesner

 

 

Wurde zuerst noch in einer Knechtkammer geprobt, so fanden später dann die Proben im Hause „Hiasbauer“ und auch im Hause des Kapellmeisters statt.

 

1936 wurde die erste einheitliche Kleidung angeschafft. Sie bestand aus hellgrauem Loden mit ausgenähten Rocktaschen und einer Hose mit breiten grünen Lampers. Der Hut mit der Doppelstossfeder des Birkhahnes war der erste in der Steiermark und wurde überall bewundert.

Bezahlt wurde das „Musikergwandl“ von jedem Musikanten selbst!

 

Ebenfalls im Jahre 1936 wurde die Musikkapelle in einen Musikverein umgetauft und aus diesem Anlass am 30. August das 1. Volksmusik-Gautreffen verbunden mit dem Gründungsfest des Musikvereines Mariahof veranstaltet.

 

1942 musste der Musikverein in Folge des Krieges seine Tätigkeiten einstellen.

 

Im Juni 1946 richtete die Bevölkerung von Mariahof an Hans Köck die Bitte, doch wieder den Verein zu aktivieren; unterschrieben vom damaligen Bürgermeister Cölian Fussi, sowie Leo Präsent und August Seidl.

 

August Seidl war 30 Jahre lang Obmann des Musikvereines. Auch seine 5 Söhne waren wertvolle Stützen im Verein. Nach einigen Differenzen mit Herrn Hans Köck schieden die „Seidl’s“ aus dem Verein aus. Sigismund Seidl übernahm von Franz Temel den Musikverein Neumarkt und gründete 1963 weiters auch den Musikverein St. Marein bei Neumarkt.

 

Unsere jetzige Tracht (2001) hat sich seit 1955 nicht verändert. Damals schneiderte die  grünen Röcke Herr Staber aus Neumarkt; die schwarzen Lederhosen fertigte Herr Hahn aus Murau an und die schwarzen Hüte mit grünem Band kamen von der Fa. Pichler aus Graz. Die Federn wurden beibehalten.

 

Hans Köck griff auch in die Funktionen des Obmannes, Schriftführers und Kassiers ein. Diese Vielfachbelastungen führten zu unüberwindlichen Spannungen im Verein.

 

Aus der „Niederschrift von der Vorbesprechung für die Jahreshauptversammlung 1965“ haben wir folgende Episode entnommen:

 

Herr Köck wollte den in seinem Eigentum befindlichen Bass dem Musikverein um ATS 6.000,-- verkaufen. Da den Musikern dieser Preis zu hoch erschien, bemühten sich Obmann Alois Grünberger und Ausschussmitglied Friedrich Gölly, das Instrument billiger zu erwerben (geboten wurden ATS 4.000,--). Es kam leider zu keiner Einigung. Kapellmeister Köck erklärte, sein Instrument und sämtliches Notenmaterial einzuziehen, gab seinen Rücktritt bekannt und entfernte sich von der Sitzung. Zur Jahreshauptversammlung 1965 im Gasthaus Ritzinger war Herr Köck nicht mehr erschienen...

 

Vereinsmitglied Hubert Strohmeier wurde zum neuen Kapellmeister gewählt, wobei es Herrn Hans Köck freigestellt wurde, den Verein jederzeit wieder zu übernehmen. Auf Antrag des Obmannes wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Herr Köck leitete den Musikverein immerhin fast 40 Jahre lang.

 

Neben dem Musikverein leitete er auch den Männergesangsverein  „Höhenklang"...

 

Im Jahr 1966 trat Obmann Helmut Grünberger zurück und Tischlermeister Engelbert Schneider übernahm das Amt bis 1982. Friedrich Schuller sen. übernahm für 2 Jahre das Schriftführeramt von Herrrn Johann Kerschbaumer

 

1968 wurde Harald Neumann neuer Schriftführer.

 

Vier Jahre später, 1972, bezog der Musikverein im Keller des neuen Amtshauses in Adendorf das neue Probelokal; 1974 übersiedelte der Verein in den Pfarrhof Mariahof.

 

In den Jahren 1973 und 1975 übergab Hubert Strohmeier den Taktstock seinem Sohn Bernhard und Herwig Feichtinger wurde neuer Kapellmeister.

 

Das Jahr 1977 brachte dem Musikverein die ersten zwei Damen, diese waren Petra Eichmann und Roswitha Kraxner.

 

1982 brachte einen Führungswechsel mit sich. Neuer Obmann war Peter Präsent und Kapellmeister wurde Werner Ofner.

 

Im Jahr 1984 löste Peter Schnedl Christian Leitner in der Funktion des Kassiers ab. Herr Leitner war 29 Jahre als Kassier tätig und verbrachte ganze 60 Jahre musikalisch im Verein.

 

Das erste Almfest wurde 1987 veranstaltet und 1990 übernahm Alois Sperl das Amt des Obmannes von Peter Präsent. Der Musikverein Mariahof nahm am Landesmusikfest in Graz teil.

 

1993 überbrachten 85 MusikerInnen und SängerInnen den Christbaum aus dem Naturpark Grebenzen und gestalteten gemeinsam die Heilige Messe im Petersdom in Rom.

 

In den Jahren 1994, 1995 und 1996 ereignete sich das 70-jährige Bestandjubiläum mit einem 2-Tagefest in Mariahof im Rahmen einer Landesausstellung, der Ausstellung „Baumzeichen“, welche in Mariahof musikallisch eröffnet wurde. Und zu guter Letzt musizierte ein 120-köpfiges Blasorchester aus den Vereinen Neumarkt, St. Marein und Mariahof gemeinsam nach einem Konzept von Christian Muthspiel, und stellten so die musikalische Begleitung des „Maria Himmelfestes“ dar.

 

Das Jahr 2002 brachte viele Ereignisse, wir feierten die Primiz von Pater Alfred Eichmann, nach 8 arbeitsreichen Jahren als Obmann reichte Herr Alois Sperl sein Amt an Herrn Franz Ofner weiter und Herr Fritz Reichsthaler löste Herrn Peter Schnedl als Kassier ab.

 

Im Jahr 2003 durften wir als Gastorchester gemeinsam mit Landeskapellmeister Gottfried Veit aus Südtirol zum Thema „wie führe ich meine Musikkapelle zum Erfolg“ musizieren.

 

Und auch beim Wertungsspiel in Niederwölz traten wir in der Stufe C an und erspielten mit der höchsten Punkteanzahl des Tages einen ausgezeichneten Erfolg.

 

Das Jahr 2004 war das Jahr, in dem wir mit dem Männergesangsverein Höhenklang unser 80jähriges Bestandsjubiläum feierten. Birgit Murer kreierte zum Jubiläum ein neues Vereinslogo.

 

Das Jahr 2005 war für uns eines der bedeuteten Jahre, denn am 31. Mai begannen wir mit dem Bau unseres eigenen Musikheims im Pfarrhof.

 

Juhu, die erst Probe in unserm neuen Probelokal am 24. März 2006!

 

2007 wirkten wir beim Erntedankfest in Wien mit.

 

In den Jahren 2007 und 2011 tat sich in unserem Verein viel, denn Markus Seidl wurde unser neuer Kassier und Harald Neumann legt sein Schriftführeramt in Frauenhände: er übergab es nach 43 Jahren an Fr. Christine Preisl. Danke, Harald!

 

Auch im Jahr 2014 kam es zum Führungswechsel in der Jugendabteilung:

Christine Ofner und Birgit Murer lösten die bisherigen Jugendreferenten Lukas Present und Christian Ehgartner ab.

 

Ein Highlight im Jahr 2017 ist die erfolgreich absolvierte Prüfung zur Stabführerin von Anna Ofner.

 


Kapellmeister

 

Johann Köck

1924 -1965

 

1942 - 1946 Einstellung des Vereines

Hubert Strohmeier

1965 - 1973

Bernhard Strohmeier

1973 - 1975

Herwig Feichtinger

1975 - 1982

Werner Ofner

seit 1982

 

Obmänner

August Seidl

1924 - 1955

ÖR Peter Wohleser

1955 - 1964

Helmut Grünberger

1964 - 1966

Engelbert Schneider

1966 - 1982

Peter Präsent

1982 - 1990

Alois Sperl

1990 - 2002

Franz Ofner

seit 2002

 

 

 

 

 EHRENDAMEN:

 

Eine chronologische Reihenfolge der Ehrendamen des Musikvereines lässt sich leider nicht mehr genau feststellen. Auf den ersten Bildern mit Ehrendamen aus dem Jahre 1949 sind Frau Eleonore Fanta und Frau Juliane Windberger abgebildet. Aber auch Frau Maria Gruber und Frau Rosa Stuhlpfarrer haben zu den ersten Ehrendamen gehört.